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Theater «Ein Kuss – Antonio Ligabue»

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Marco Michel beeindruckt als Antonio Ligabue im Theaterstück. Auf der wahren Lebensgeschichte des schweizerisch-italienischen Malers basierend, erzählt das Stück gleich mehrere Geschichten.

Beschreibung

Date
12.11.2024 von 18:45 bis 21:00 Uhr
Preis
kostenfrei
Ort
Klinik Waldhaus

Das mitreissende Einpersonenstück erzählt vom Leben des lange verkannten, ausgegrenzten und verspotteten schweizerisch-italienischen Malers Antonio Ligabue (1899 – 1965). Statt an seinem Schicksal zu zerbrechen, schuf Ligabue sein eigenes Universum aus Bildern und Plastiken. Seine Arbeiten, die ihm inzwischen in der Schweiz wie in Italien den Nimbus eines lokalen van Goghs eingebracht haben, zeugen von einer gewaltigen Kraft und Tiefe.

Der Schweizer Schauspieler Marco Michel lässt uns mit ungewöhnlichen Mitteln eintauchen in Ligabues Leben: Vor den Augen des Publikums entstehen grossformatige Kohlezeichnungen von Menschen und Landschaften, mit denen er in Dialog tritt. Wie Antonio Ligabue in seinem Leben, so erschafft sich auch Marco Michel auf der Bühne immer wieder ein neues Gegenüber – denn nur über seine Kunst konnte Ligabue eine Brücke zur Aussenwelt schlagen und mit ihr kommunizieren.

Die Themen Ausgrenzung, Wahnsinn und Isolation werden unmittelbar erleb- und spürbar. Dies trägt zur Entstigmatisierung psychisch beeinträchtigter Menschen bei und hilft bei der Verständigung über kulturelle, religiöse und soziale Grenzen hinweg.

Das Theaterstück dauert ca. 75 Minuten (ohne Pause) mit einer anschliessenden Podiumsdiskussion zum Thema Resilienz und einem Apéro.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Anlass ist kostenfrei.

Fotos: Jürgen-Ruckdesche, Luigi Burroni, Jean Daniel von Lerber


Über Antonio Ligabue (1899 – 1965)

Der schweizerisch-italienische Maler kam am 18. Dezember 1899 in Zürich als uneheliches Kind einer italienischen Einwanderin zur Welt und wurde mit neun Monaten zu Pflegeeltern gegeben. Weil er früh durch sogenanntes „schwachsinniges Verhalten“ aufgefallen war, kam er in ein Jugendheim und später in eine Psychiatrie. Mit 18 Jahren wurde er u.a. wegen Landstreicherei des Landes verwiesen und nach Italien deportiert. In Gualtieri, dem Heimatort seines mutmaßlichen Vaters, lebte er, der zunächst kein Wort italienisch sprach, fortan als Außenseiter und Dorftrottel.
Erst in den späten 1950er Jahren förderte ein bekannter Maler Ligabue und sein Werk – er wurde über Nacht berühmt.
Ligabue starb am 27. Mai 1965 in Gualtieri. Heute zeigen sich die Schweiz wie Italien stolz auf „ihren van Gogh“, während Antonio Ligabue in anderen Ländern noch weitgehend unbekannt ist. Ligabues Werke werden heute z.T. für sechsstellige Summen gehandelt.

Veranstaltungsort

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